ElterngeldPlus verständlich erklärt
ElterngeldPlus ist besonders dann spannend, wenn Sie nach der Geburt in Teilzeit arbeiten oder den Bezug über einen längeren Zeitraum strecken möchten.
Das Wichtigste zuerst
- ✓ ElterngeldPlus beträgt monatlich höchstens die Hälfte des Basiselterngelds ohne Einkommen im Bezugsmonat
- ✓ Mindestbetrag: 150 € pro Monat
- ✓ Höchstbetrag: 900 € pro Monat
- ✓ Nach dem 14. Lebensmonat sind nur noch ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus möglich
Was ist der Unterschied zum Basiselterngeld?
Basiselterngeld wird wie das normale Elterngeld nach den §§ 2 bis 3 BEEG berechnet. ElterngeldPlus orientiert sich daran, ist aber im Monatsbetrag gedeckelt: Es darf höchstens die Hälfte des Basiselterngelds betragen, das Ihnen ohne Einkommen im Bezugsmonat zustünde.
| Merkmal | Basiselterngeld | ElterngeldPlus |
|---|---|---|
| Monatsbetrag | 300 € bis 1.800 € | 150 € bis 900 € |
| Logik | voller Monatsbetrag | verlängerte Bezugsdauer mit halbiertem Deckel |
| Besonders sinnvoll | klare Erwerbspause | Teilzeit und längere Planung |
Wann lohnt sich ElterngeldPlus besonders?
- wenn Sie während des Bezugs wieder teilweise arbeiten möchten,
- wenn Sie den finanziellen Ausgleich über mehr Lebensmonate verteilen wollen,
- wenn Sie den Partnerschaftsbonus einplanen,
- wenn nach dem 14. Lebensmonat weiter Elterngeld bezogen werden soll.
Wichtiger Denkfehler
ElterngeldPlus ist nicht einfach „50 % Einkommensersatz“. Die Berechnung startet weiterhin beim regulären Elterngeld. Erst danach greift die zusätzliche Deckelung auf höchstens die Hälfte des Basiselterngelds ohne Einkommen im Bezugsmonat.
Was gilt nach dem 14. Lebensmonat?
Nach dem 14. Lebensmonat des Kindes können Sie nur noch ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus beziehen. Dann darf der Bezug grundsätzlich nicht mehr unterbrochen werden: Wenn es nach dem 14. Lebensmonat einen Lebensmonat ohne ElterngeldPlus bei beiden Eltern gibt, ist ein späterer Wiedereinstieg in der Regel nicht mehr möglich.
Welche Rolle spielt die Arbeitszeit?
Einkommen während des Bezugs mindert Ihren Anspruch. Außerdem gilt grundsätzlich eine Grenze von höchstens 32 Wochenstunden im Durchschnitt des Lebensmonats. Für den Partnerschaftsbonus müssen beide Eltern gleichzeitig zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten.
Wie plane ich Basiselterngeld und ElterngeldPlus sinnvoll?
Häufig wird erst Basiselterngeld und später ElterngeldPlus genutzt. Das kann sinnvoll sein, wenn zunächst eine stärkere Einkommensabsicherung gebraucht wird und später eine Rückkehr in Teilzeit geplant ist. Die konkrete Verteilung sollte aber sauber an den Lebensmonaten ausgerichtet werden.
Für eine erste Orientierung hilft unser Elterngeld-Rechner. Der behördliche Bescheid kann dennoch abweichen, weil die Elterngeldstelle Ihre Monatsplanung und das elterngeldrechtliche Netto genauer prüft.
Wie genau bildet unser Rechner ElterngeldPlus ab?
Der Rechner bildet die Kernlogik von ElterngeldPlus mit Mindest- und Höchstbetrag, Deckelung und den wichtigsten Hinweisen zu Lebensmonaten ab. Nicht vollständig simuliert werden bewusst die gesamte Monatsplanung zwischen beiden Eltern, das exakte elterngeldrechtliche Netto und die taggenaue Anrechnung von Mutterschaftsleistungen.
Mehr dazu finden Sie auf Methodik und unter Quellen & Rechtsstand.